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Kulturelle Grundlagen
Wir sind woanders - Geschichte
WSW #3 - 2009 / 2010

FSK 29. Mai 2010

BKSM
Organisation



Kollateralnachrichten:

Neubesetzung Vorwerkstift

Ikea stoppen!
Bürgerbegehren für's Frappant / Altona

STADTPLANUNG: Künstler erobern das Gängeviertel


 

Die Notwendigkeit kultureller Grundlagenforschung

In Zeiten, in denen die Stadt Hamburg sich als „Marke“ im Wettbewerb mit anderen deutschen und internationalen Städten zu etablieren versucht, gewinnt besonders das kulturelle Leben an Bedeutung.

Mit viel Einsatz werden „Leuchtturmprojekte“ wie die Elbphilharmonie gefördert. Daneben besinnt sich die Stadt auf ihre „pulsierenden Szenen“. Wo früher einstige Problemviertel attraktiv wurden, weil die schon sprichwörtlichen Künstler und Studenten sich als Vorhut des bürgerlichen Mittelstands aufgrund günstiger Mieten neue Lebensräume eroberten, sind derlei Vorgänge heute gezielte Maßnahmen öffentlicher Stadtplanung. Anderswo werden die „Kulturwirtschaft“ propagiert und Kreativität – künstlerische Kardinaltugend – als Vorbild für nahezu alle Lebensbereiche, insbesondere des Wirtschaftslebens, herangezogen. Man hat den „Wert“ der Künstlerinnen und Künstler erkannt und weiß, sie für sich einzusetzen.

Wer sich derart vehement auf das Vorbild künstlerischen Lebens und Arbeitens beruft, steht in der Pflicht, dieses ebenso vehement zu fördern. Gleichzeitig ist es Politik des Hamburger Senats, sich – flankiert durch oft nur verbale Unterstützung von Eigeninitiative und bürgerschaftlichem Engagement – finanzieller (Kultur-) Förderung zu entziehen. Vor dem Hintergrund von existenzbedrohenden Mittelkürzungen haben sich 2005 etwa 30 Hamburger freie Kunsteinrichtungen (vom Archiv über selbsteverwaltete Künstlerhäuser und Galerien bis zu Projekt- und Aktionsgruppen) zusammengefunden.

Die „Artist-run Spaces“ – von Künstlerinnen und Künstlern organisierte Ausstellungsund Arbeitsräume – machen sich in diesem Rahmen als unverzichtbare Elemente des Hamburger Kulturlebens sichtbar. Mit Ausstellungen, Vorträgen und Diskussionen beziehen sie Stellung im städtischen Diskurs. Sie zeigen Kunst als zunächst zweckfreies Experimentierfeld für gesellschaftliche Innovation.

Neben der Schaffung verkäuflicher Werte für Galerien oder repräsentabler Werke für Museen hat sich mit der Off-Kunstszene eine dritte Säule des Kunstschaffens etabliert. Hier wird die künstlerische und kulturelle Grundlagenforschung betrieben, aus der Galerien, Museen, Wirtschaft und Politik täglich schöpfen.

Besuchen Sie uns, betrachten Sie Ergebnisse dieser Arbeit und diskutieren Sie mit uns darüber.



"Wir sind woanders" ist ein Veranstaltungsformat des Verbands
Aktuelle Kunst Hamburg | Konferenz der freien Kunstorte und -Initiativen

Gefördert von der Behörde für Kultur, Sport und Medien Hamburg (BKSM)
 

Die "kreative Klasse" Hamburg

ZDF Aspekte am 6.11.2009
Antrag auf politische Zuwendung (2.11.2009)



Dachverband für Aktuelle Kunst Hamburg

Mehr über unsere Aktivitäten erfahren Sie in unseren Readern:

„WIR SIND WOANDERS“
ISBN 978-3-938801-32-1



Der Katalog zu "WIR SIND WOANDERS #2" ist im Juni 2010 erschienen.
ISBN 798-3-938801-70-3



Beide Bücher sind im Textem Verlag als Bundle erhältlich.