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The Thing Hamburg


 

THE THING Hamburg
Plattform für Kunst und Kritik

Zu den Grundideen von THE THING gehört das von KünstlerInnen initiiertes und betriebenes Sprechen und Schreiben über Kunst und Kultur. Damit verkörpert THE THING ein bestimmtes Kunstverständnis. Nach diesem Kunstverständnis begleiten KünstlerInnen soziale, politische und gesellschaftliche Prozesse nicht nur reflexiv oder per Kommentar. Diese Prozesse sind nicht etwa Thema oder „Material“ wie es bei traditionellen Kunstwerken (Malerei, Grafik, etc.) der Fall ist, sondern KünstlerInnen wirken selbst gestaltend und initiativ an diesen Prozessen mit.

Die oftmals durch KünstlerInnengruppen angeregten gesellschaftlichen Prozesse zeichnen sich dadurch aus, dass sie Dynamiken in Gang setzen. Es geht darum, ein soziales Umfeld zu schaffen, das weit über die Impuls-gebende Gruppe hinausreicht

Dabei sollen die Aktivitäten und Formen dieser Kunst nicht auf das „Kunstfeld“ begrenzt bleiben, sondern gerade auch den gesellschaftlichen Kontext künstlerischer Praxis erforschen und die Rolle der Kunst darin verorten. Weitere wichtige Anliegen dieser Kunst sind es, kollektive Praxis zu fördern, Austausch, Gespräche und Diskussionen in Gang zu setzen und Fragen des öffentlichen und sozialen Raumes zu thematisieren. Damit steht sie für eine kulturelle Praxis, in der das Experimentieren mehr zählt als das Repräsentieren.

THE THING New York bezog sich Anfang der 1990er Jahre konzeptuell vor allem auf die „Institutional Critique“ – eine Kunstrichtung, die in den 1980er Jahren begonnen hatte, ihre eigenen Produktionsbedingungen, ihre Vermittlung und Rezeption zu thematisieren. Zur Realisierung dieses Kunstbegriffes gehört es, eigene und unabhängige Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen zu entwickeln. Dass THE THING New York in den letzen acht Jahren ausschließlich durch die großzügige Unterstützung verschiedener US-amerikanischer Kunststiftungen betrieben werden konnte (u.a. Rockefeller Foundation, Andy Warhol Foundation) deutet darauf hin, dass der Kunststatus dieses komplexen Kommunikationsprojektes zumindest in den USA nicht mehr in Frage gestellt wird.

Die BetreiberInnen von THE THING Hamburg beziehen sich zwar nicht einheitlich auf den gleichen konzeptuellen Kunstansatz sind sich aber grundsätzlich über den Kunststatus des Projektes einig. Gleichzeitig wird es als wenig produktiv eingeschätzt, den Kunststatus des Projektes in Vordergrund zu stellen.

“Was man endlich begreifen sollte, ist, dass das Schreiben ein legitimer Teil der Praxis einesKünstlers ist, denn es ist schlicht ein anderer Weg, über den der Künstler einen Sinngehalt erzeugt – da es den Informationskontext liefert, in dem eine Aktivität gesehen wird.“
(Joseph Kosuth, 1994)



The Thing Hamburg
Rosenallee 5, 20097 Hamburg

Contact: Rahel Puffert
01520 - 2 64 98 24
zonerp@yahoo.de
www.thing-hamburg.de


“Wir sind woanders” is an event format developed by the
Association for Contemporary Art Hamburg (VAKH)
It is supported by the Hamburg Ministry of Culture, Sports and Media (BKSM)
 

Documentation




THE THING ist unterwegs

THE THING Hamburg knüpft an die Tradition des 1992 in New York City von dem deutschen Künstler Wolfgang Staehle gegründeten unabhängigen Kommunikations- und Informationsnetzwerkes THE THING an. Das heißt, es ist Teil eines inzwischen internationalen THE-THING-Netzwerkes. Neben THE THING NET in New-York-City gibt es unterschiedlich aktive Ableger in Rom, Amsterdam, Basel, Wien, Frankfurt, Berlin

Wir sind davon überzeugt, dass wir die Vorteile und Möglichkeiten des Internets und seiner spezifischen Kommunikationsformen noch lange nicht ausgeschöpft haben. Es gilt weiterhin das Medium für neue Formate der Interaktion zu ergründen und zu erproben. Ursprünglich hatten wir vor, an die Tradition der ersten THING Plattformen anzuschließen und uns mit noch bestehenden THING-Seiten in anderen Ländern (z.B. in Wien, Frankfurt, Berlin und New York) zu verbinden.

Davon haben wir Abstand genommen. Ohne konkrete Zukunftsperspektive schien uns eine solche Vernetzungsarbeit wenig fruchtbar. THE THING Hamburg hat sich auch deshalb auf seine andere grundlegende Rolle besonnen: Bild-Text Beiträge zu Kunst und Kritik zu verfassen und dabei insbesondere seinen lokalen Bezug zu betonen. Da die meisten Redakteure von THE THING ohnehin nicht ausschließlich in Hamburg leben, nehmen wir die Idee von WSW3, auf Reisen zu gehen, auf: Von unterwegs einen Blick auf das Geschehen in Hamburg zu werfen. Die Gedanken auf Reisen zu schicken, dabei aber den Zusammenhang und die auf dieser Webseite dokumentierten Aktivitäten nicht aus den Augen zu verlieren, ist die Grundidee der an dieser Stelle bald vorfindlichen Beiträge. Der durchaus – und auch gewollt – umstrittene Ausgangspunkt, die eigenen strukturellen Bedingungen nicht zu ignorieren, sondern im Gegenteil zum Thema zu machen, versteht sich von uns aus als Zuarbeit für den Gesamtprozesses. Aber Schreibprozesse entwickeln uneinholbaren Dynamiken. Oft bewegt man sich dabei – und auch das ist gewollt – weiter weg vom Vorhaben als es durch physische Bewegungen möglich wäre. Behaupten wir, womit das Gegenteil zu beweisen wäre...




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