Das Künstlerhaus wurde 1977 im Hamburger Schanzenviertel von einer Gruppe Künstlerinnen und Künstler gegründet. Ihr Ziel war es, außerhalb des offiziellen Kunstbetriebes eine selbst verwaltete Produktionsstätte als Einheit aus Arbeit und Leben zu schaffen.
Seit 2003 befindet sich das Künstlerhaus in erweiterter Konstellation in einem neuen Domizil: Ein ehemaliges Friseurinstitut ist nun Sitz des Künstlerhauses FRISE.
Hier bilden die Angehörigen des Künstlerhauses zusammen mit den Mitgliedern des ebenfalls dort ansässigen Filmemacher-Vereins Abbildungszentrum ein multimediales Netzwerk mit über dreißig Künstlern.
Produktion - Austausch - Ausstellung - Vermittlung zeitgenössischer Kunst ist der Auftrag der FRISE. Dafür bietet das Künstlerhaus ein abwechselungsreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm an: Jährlich werden bis zu 16 Ausstellungen sowie Podiumsdiskussionen und Feste realisiert.
Ein zentrales Anliegen der FRISE ist die produktive Begegnung zwischen auswärtigen und hiesigen Kunstschaffenden: Seit 2003 bietet FRISE daher internationalen Künstlern aus aller Welt ein Gastatelier.
Zu den Kooperationspartnern der FRISE gehören das Goethe Institut, Instituto Italiano, das Institut Francais sowie das AFAA-Bureau des Arts Plastique (Paris/Berlin)
Die Zusammenarbeit des Künstlerhaus Hamburg mit Allied Productions Inc. besteht bereits seit 1989/90, in diesem Jahr fand im damaligen Künstlerhaus Weidenallee die große „ABC NO RIO SHOW -10 Years – 7 Days“, gefördert vom Kunstfonds Bonn und Kunst im öffentlichen Raum Hamburg, statt. 1994 ebenfalls Teilnahme beim Ausstellungsprojekt „Sei Dabei“. Seitdem gibt es regelmäßige Kontakte zwischen beiden Institutionen, die in einem erneuten Austausch im September und Oktober 2009 münden. Im September 2009 werden Jack Waters, Peter Cramer und Marc Arthur nach Hamburg kommen und ihre neuesten Arbeiten und Aktivitäten in der Ausstellung Triple Threat im Künstlerhaus FRISE präsentieren
(5. September bis 19. September). Im Oktober wird das Hamburger Projekt „Last Call – Hamburg“ dann in New York stattfinden.
Im Vordergrund des Projekts steht die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Gebrauch
und dem Erhalt öffentlicher Flächen und Räume – besonders grüner, offener Räume in einer
hoch entwickelten, urbanen Umgebung. Der kleine Park von Petit Versailles in der Lower
Eastside Manhattans (New York), ein kleines Fleckchen Eden inmitten eines hart umkämpften
und inzwischen hoch valutierten Grundstücksmarktes, ist zugleich Ort und Symbol dieser künstlerischen Auseindersetzung und als Plattform für diese Thematik bestens geeignet.
Eng damit verknüpft ist die Frage, wie sich nicht kommerziell arbeitende Individuen/ Künstler
in einer solchen Umgebung behaupten und organisieren können.
Vor dem Hintergrund der Erfahrungen, die das Künstlerhaus FRISE in seiner wechselhaften Geschichte in Hamburg gemacht hat , wird das Projekt „LAST CALL“ auf unterschiedlichen Ebenen auf die Situation in NY reagieren. Neben künstlerischen Interventionen und Installationen einzelner Künstler im Park selbst, wird es Erfahrungsberichte und Materialien zum Aufbau der Genossenschaft FRISE eG (Sabine Mohr /Torsten Bruch), ebenso wie einen Vortrag über die Entwicklung von künstlerischer Selbstorganisation in Hamburg am Beispiel von „Wir sind woanders“, geben. Materialien der Hamburger Kunstorte und Projekte werden aus dem sogen. „Hamburger Koffer“ präsentiert. Während eines Filmabends werden Videos und Filme von Torsten Bruch, dem ABZ, Joern Zehe, die HUNGER Band - Christoph Rothmeier und Jörg Hochapfel werden ein Konzert geben.Der Park in der Lower Eastside Manhattans
wird als „Baisicamp“ für die Installationen und Projektionen dienen, die Veranstaltungen werden im nahegelegenen ABC NO RIO in der Rivington Street und im Goethe-Institut Wyoming House in Manhattan stattfinden.
Siehe auch www.alliedproductions.org