KiöR e.V.
Kunst im öffentlichen Raum
KiöR e.V. wurde 2005 von KünstlerInnen gegründet und wird von KünstlerInnen geführt.
Gründungprogramm
Es scheint heute nicht für alle Bedingungen (auch der künstlerischen Arbeit im "Off") zeitgemäß, einen Verein als "geschlossene Gesellschaft" zu etablieren, insbesondere, wenn es nicht um "Community"-Bildung im engeren Sinne geht.
Über die Schaffung einer "Heimat" für einen Kreis von Gleichgesinnten hinaus - wie im traditionellen Vereinsleben - bietet jedoch ein gemeinnütziger Verein als "juristische Person" hervorragende Möglichkeiten, die gesellschaftliche Tätigkeit von "Zeitstiftern" in bestimmten "non-profit"-Bereichen nach außen hin besser kenntlich zu machen und zu vertreten als dies Einzelakteuren möglich wäre, insbesondere auch, damit den Akteuren keine Nachteile aus ihrer meist ehrenamtlichen Tätigkeit erwachsen.
So konkretisierte sich der Gedanke, einen Verein als "offene Firma" zu etablieren, die Akteuren als Handlungsbasis zur Verfügung steht, in der freie Projekte realisiert werden können, eine Firma, bei der sich Kunstschaffende, Kunstvermittler und Veranstalter "einstellen" lassen können, um auf Zeit die Struktur für sich selbstverwaltet zu nutzen - natürlich unter der Voraussetzung, dass die Idee des Vereins unbeschadet bleibt.
Partnerprojekte
KiöR e.V. unterstützt Projekte zu Kunst im öffentlichen Raum auch logistisch, zum Beispiel durch die Bereitstellung von HomePage-Baukästen, logistischen Support bei der Organisation und Verwaltung ...
Arbeitsfelder
In einem erweiterten Kunstbegriff verstehen wir das Medium "Kunst", das in vielen Teilen der Bevölkerung immer noch als "fremd" und "nutzlos" empfunden wird, auch als Bildungsangebot zur Schärfung der Wahrnehmung des persönlichen Umfelds für ein selbstbestimmtes Leben. Derzeitiger Schwerpunkt der Arbeit des Vereins ist es, eine lebendige Diskussion um künstlerische Formen der Lebensgestaltung in die von der öffentlichen und privaten Förderpraxis wenig berücksichtigten Stadtteile Hamburgs zu tragen. Dies scheint uns angesichts der in den letzten Jahren zunehmenden Vereinzelung und den damit vorprogrammierten Konflikten in den vorrangig mono- statt interkulturell strukturierten "Schlafstädten" dringend notwendig.
Nicht zuletzt der Rückzug des öffentlichen Lebens in die digitalen Medien und der Vormarsch der zweidimensionalen Wahrnehmung öffentlicher Räume in die TV-Konsumption stellen die Pflege des gesellschaftlichen Miteinanders vor bisher kaum bearbeitete Probleme.
Es geht uns um nichts Geringeres als um einen öffentlichen und lebendigen Beitrag zur Zukunft der europäischen Urbanität mit künstlerischen Mitteln.