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Themen der Theorie-Sonntage

Vollständigen Textflyer Frontbildung I-III downloaden

Ressource : Kreativität (07.10.07)
"Kreativität" – Obwohl der Begriff von KünstlerInnen immer wieder kritisch hinterfragt wurde, schien der Terminus dem künstlerischen Feld vorbehalten. Neben Spontaneität, Mobilität, Talent und Offenheit findet sich Kreativität heute als Qualifikationsbeschreibung in der Sprache von Marketing- und Managementabteilungen wieder. Innerhalb einer Verwertungslogik, die mit ‘Human Ressources’ operiert, werden auch KünstlerInnen zu einem berechenbaren Faktor. Ist der Begriff Kreativität für die Beschreibung von künstlerischer Produktion noch brauchbar oder hat er sich endgültig disqualifiziert? [mehr]

Produktivität : Flexibilität (14.10.07)
Flexibilität gilt als eine positive Eigenschaft von KünstlerInnen, sich auf unterschiedliche Orte und Situationen einzulassen. Für die Gründung von Ausstellungsräumen, Ateliers und Läden machen sich KünstlerInnen häufig auf die Suche nach billigem Wohn- und Arbeitsraum und erschließen dabei oft Stadtteile, die durch eine arme und heterogene Bevölkerungsstruktur gekennzeichnet sind. Seit einiger Zeit machen sich StadtentwicklerInnen diese vermeintlich natürlichen, sozialen Dynamiken zu eigen und setzen durch eine Politik der lokal gebundenen Kulturfinanzierung KünstlerInnen gezielt zur Wertsteigerung ein. Kann diese Förderungsstruktur als Einmischung in künstlerische Inhalte interpretiert werden oder entspricht sie der oben genannten positiven Eigenschaft, flexibel auf Situationen reagieren und sich anpassen zu können? [mehr]

Ökonomie : Autonomie (21.10.07)
Einer gängigen Vorstellung nach ist der Künstler autonomes Individuum per se, sich selbst Gesetz gebend, unabhängig und freischaffend. Diesem Mythos von absoluter Selbstbestimmung und Freiheit folgend, wurden seine Ressourcen und seine ökonomischen Bedingungen lange Zeit verklärt und tabuisiert. Aus unterschiedlichen Interessen wird das Verhältnis von Kunst und Ökonomie derzeit fokussiert und offensichtlich versucht, neu zu bestimmen. Lassen sich künstlerische Arbeitsprozesse etwa als eigene Ökonomien beschreiben? In welchem Verhältnis stünde so eine Ökonomie zur Marktwirtschaft? Lassen sich hieraus Folgerungen für die Änderungen der Förderungsstrukturen ableiten? [mehr]

Kunst und Immobilien (28.10.07)
Utopien der Selbstverwaltung, Sicherung von Lebens(raum)entwürfen. Finanzierungs- und Verwaltungsmodelle für Lebens- und Arbeitsräume zwischen Selbstorganisation und Privatinvestition.



   
  Themen in den Räumen

Die Aktionen und Präsentationen in den einzelnen Räumen, aber auch die
"Theorie"-Sonntage beschäftigen sich mit folgenden Themenkomplexen:

KUNST & Öffentlicher Raum

Ruheflächen, Verkehrsflächen, Brachen und Zwischennutzungen. Wie verändert künstlerische Arbeit den Raum, die Stadt um uns herum?

KUNST & Stadtentwicklung

Künstler wohnen wegen günstiger Mieten gern in sozial benachteiligten Stadtgebieten. Stadtentwickler haben dies als Potenzial für deren Aufwertung und Vorbereitung für Investoren erkannt: Ein Blick auf die Thematik aus Sicht der Künstler.

KUNST & Soziale Intervention

Die Auseinandersetzung mit sozialen Themen und künst- lerische Eingriffe in gesellschaftliche Abläufe stehen hier im Vordergrund.

KUNST & Selbstorganisation

Strukturen für die künstlerische Arbeit – freie Szenen, Austausch und Kooperationen: Wie funktioniert das in anderen Städten in Europa?

KUNST & Neue Ausstellungspraktiken

Verschiedene Wege der Präsentation: Künstlerkuratoren stellen ihre Arbeit in Form von Ausstellungen und Führungen vor.