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Grußworte
"Hamburgs Kulturleben ist facettenreich. Neben Institutionen wie Oper, Theater, Museen, Konzerthallen sind es zunehmend die mittleren und kleinen Kultur- und Kunstorte der Off-Szene, die zur Attraktivität, zur Lebendigkeit unseres Kulturangebots beitragen, die vor allem aber für den Aspekt des Labors, für die Option auf künstlerische Prozesse und Risiken ohne Netz und doppelten Boden stehen.
Als Teilnehmer des globalen Diskurses über die Bedeutung von Kreativität für nachhaltige gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungen haben wir alle mittlerweile gelernt, dass es gerade die Standpunkte jenseits des mainstreams sind, von denen her sich überraschende Zukunftsvisionen entwickeln lassen.
WIR SIND WOANDERS #2 stellt sich mir in diesem Sinne zugleich als eine Plattform mit Labor-Charakter und als selbstbewusste Manifestation von Impulsgebern dar, die nach einem eher lokal dimensionierten Symposium des letzten Jahres nun die europäischen Dimensionen ihrer Rolle als metropolitane Kulturproduzenten ausloten.
Es freut mich, dass ich am Beginn des fruchtbaren Dialogs der Hamburger artist-run spaces dabei sein konnte. Seien Sie versichert, dass ich WIR SIND WOANDERS #2 und die weiteren Entwicklungen mit großem Interesse verfolgen werde. Und lassen Sie mich an dieser Stelle allen Hamburger und europäischen Beteiligten, Móka Farkas für das Koordinationsteam und – mit der von ihm gewünschten Diskretion – dem anonymen Mäzen herzlich danken, der den Gesamtprozess seit 2006 mit großem Wohlwollen unterstützt."
Prof. Dr. Karin v. Welck
Kultursenatorin
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